Was tun bei Nasennebenhöhlenvereiterung?

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Eine Vereiterung der Nasennebenhöhlen ist keineswegs mit einem harmlosen Schnupfen zu verwechseln. Um Komplikationen zu vermeiden, bedarf es einer sorgfältigen Behandlung.

Welche Symptome treten bei einer Nasennebenhöhlenvereiterung auf?

Eine Entzündung oder gar eine Vereiterung der Nasennebenhöhlen – medizinisch als Sinusitis bezeichnet – macht sich teilweise durch ähnliche Symptome bemerkbar wie ein Schnupfen. So fließt aus der Nase wässriges oder eitriges Sekret und die Nase fühlt sich verstopft an. Im Unterschied zum „einfachen“ Schnupfen kommt bei der Sinusitis jedoch in der Regel ein schmerzhaftes Druckgefühl im Stirn- und Wangenbereich hinzu. Je nachdem, welche Bereiche der Nasennebenhöhlen betroffen sind, können auch Schwellungen der Augenlider, Sehstörungen und in besonders schweren Fällen starke Kopfschmerzen und hohes Fieber auftreten.

Gründliche Anamnese und Therapie sind notwendig

Damit eine Nasennebenhöhlenvereiterung vollständig ausheilen kann, ist eine gründliche Anamnese durch einen HNO-Arzt notwendig. Ist die Diagnose Nasennebenhöhlenentzündung gestellt, bedarf es einer sorgfältigen Therapie. Im Unterschied zu einem Schnupfen kann der Heilungsprozess im Falle einer akuten Sinusitis bei sonst gesunden Menschen durchaus bis zu drei Wochen in Anspruch nehmen. Halten die Symptome mehr als drei Monate lang an, handelt es sich um eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen.

Wie wird eine Nasennebenhöhlenvereiterung behandelt?

Schmerzmittel wie Paracetamol haben sich bewährt, um Kopfschmerzen und das Druckgefühl im Kopf zu lindern. Bei Ibuprofen und Diclofenac kann zudem der entzündungshemmende Effekt hilfreich sein. Abschwellende Nasensprays werden häufig als angenehm empfunden und können die die Nasenatmung verbessern. Neben schnell wirkenden Nasentropfen kommen auch kortikoidhaltige Präparate zum Einsatz, die die Sekretion und die Schmerzen lindern. Sie erreichen ihre volle Wirkung allerdings meist erst nach einigen Tagen. Ein Vorteil ist dabei jedoch das fehlende Abhängigkeitspotenzial, das bei abschwellenden Nasensprays und -tropfen gegeben sein kann.

Kontrovers diskutiert wird, ob Antibiotika zur Behandlung einer akuten Sinusitis angeraten sind. Sie können Intensität und Dauer der Krankheit zwar verringern, bieten bei unkomplizierten Verläufen jedoch nur einen geringen Nutzen. Daher wird ihre Anwendung in der Regel auf sehr starke Beschwerden und chronisch kranke Patienten beschränkt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine Nasennebenhöhlenvereiterung kann bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen auftreten.
  • Um Komplikationen oder das übergehen in eine chronische Erkrankung zu vermeiden, ist eine sorgfältige Behandlung notwendig.
  • Zur Behandlung haben sich neben schmerz- und entzündungshemmenden Präparaten abschwellende Nasensprays, Nasentropfen und Inhalationen bewährt.

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